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EDITORIAL

Dr. Peter Wittmann,
ASKÖ-Präsident


Die gesellschaftliche Integration von Zuwanderern stellt heute alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor ähnliche Herausforderungen.
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Gesucht: Sportliche Projekte zur
Integration von Zuwanderern
 
Ob auf unseren Sportplätzen oder in den Turnhallen – was hier wie dort jeden Tag gespielt und trainiert wird, dient nicht allein dem „Höher, schneller, weiter oder besser“. Engagierte Lehrkräfte in Schulen sowie Trainer/innen und Betreuer/innen in Vereinen leisten vielmehr einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Jugendlichen, gerade von jenen mit Migrationshintergrund. Im Sport holen sich Kinder und Jugendliche Erfolgserlebnisse und jene Anerkennung, die sie stark macht für das Leben außerhalb des Spielfelds. Und nicht zuletzt lernen sie, wie Fair Play, das Einhalten von Regeln und der gelebte Zusammenhalt im Team zum Erfolg führen können.

Klar ist jedoch auch: Sport steht nicht außerhalb der Gesellschaft. Gerade in der Wettkampfsituation treten deren Probleme zutage, seien es Spannungen zwischen ethnischen Gruppen oder Vorurteile, mit denen sich Angehörige von Minderheiten konfrontiert sehen.

Noch immer sind Menschen mit Migrationshintergrund in den Vereinen unterrepräsentiert. Und noch immer gilt dies für Mädchen und Frauen in besonderem Maß. Jene große Chance, die der Sport bietet, wird nach wie vor nicht ausreichend genutzt: nämlich mit Hilfe des sportlichen Wettstreits ein gesellschaftliches Miteinander zu gestalten.

Um auf dem Feld der Integration erfolgreich zu sein, reicht es allerdings nicht, die Jugendlichen mit Trikots oder Spielgerät auszustatten, sie ansonsten aber sich selbst zu überlassen. Sport per se gewährleistet keine Integration. Aktive wie kreative Projektarbeit ist notwendig, um dessen Potenzial auszuschöpfen. Während einige Vereine und Schulen genau damit noch wenig oder gar keine Erfahrung gesammelt haben, sind anderswo Betreuer/innen und Trainer/innen und Lehrkräfte schon seit Jahren diesbezüglich tätig. Wie wäre es eigentlich, erstere würden von letzteren erfahren, was möglich ist?

Genau das wollen wir mit dem Wettbewerb „United by Sports – Sport verein(t)“ erreichen.

Lassen Sie die Kolleginnen und Kollegen in fünf Ländern an Ihrer Arbeit teilhaben, indem Sie uns von bereits Bestehendem oder neu Geplantem berichten. „United by Sports – Sport verein(t)“ sammelt sportliche Projekte, die Kinder und Jugendliche integrieren und fördern helfen. Wir suchen Orte, an denen sich Vereine und Schulen füreinander geöffnet haben und Aktivitäten, die positiv in den Stadtteil hineinwirken. Schicken Sie uns Beiträge, die Ihre Arbeit und das Engagement der Jugendlichen bestmöglich präsentieren. Ob als Film auf Video oder DVD, als Präsentation auf CD-ROM oder als gedruckter Text, als Website, Musikstück oder Collage – die Wahl von Form und Medium bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Aus allen Einsendungen wählt eine Jury aus Fachleuten die besten Konzepte aus.

Diese Projekte erhalten eine finanzielle Förderung und werden auf einer Preisverleihung durch das Bundesinnenministerium  ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Und das Wichtigste: Die Projekte werden zur Nachahmung aufbereitet und verbreitet. Diese Beispiele für Best Practice sollen Hilfestellung sein für Akteure in Vereinen, Stadtteilen und Schulen und für die eigentlichen Stars dieses Wettbewerbs: die Jugendlichen, um die es uns allen geht. In diesem Sinne: Spielen Sie mit!

Download "United by Sports" Plakat
DER WETTBEWERB
Zu gewinnen:
40 Reisen nach Berlin
und 5 x 500 Euro!
Gesucht sind Ideen, innovative Konzepte und Sportprojekte, die
helfen, das Miteinander von Kindern und Jugendlichen aus einheimischen und zugewanderten Familien zu fördern
die positiv in das nachbarschaftliche Umfeld bzw.. den Stadtteil hineinwirken
Lehrkräften und Betreuern als Anregung zur Nachahmung dienen
Einsendeschluss:
15. Oktober 2007