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Zeitbild
 
ATIKA BOUAGAA
VOLLEYBALL-NATIONAL-
SPIELERIN UND
INTEGRATIONS-
BOTSCHAFTERIN DES DEUTSCHEN OLYMPISCHEN SPORTBUNDES

Atika Bouagaa, Kind tunesischer Einwanderer, wurde in Offenburg geboren. Bei der EM 2003 in der Türkei feierten sie und die Nationalmannschaft den bisher größten Erfolg, als Deutschland den dritten Platz belegte.

„Ich glaube, dass ethnisch homogene Sportvereine dann eine Brückenfunktion in die deutsche Gesellschaft haben, wenn sie am Beginn eines Integrationsprozesses stehen. Daher sollte man solche Sportvereine auch durchaus unterstützen, sonst besteht die Gefahr der Abspaltung. Im Sport funktioniert die Integration ohne Probleme. Alle haben ein Ziel und arbeiten gemeinsam dafür.“
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  SPORT ALS CHANCE
PATENTREZEPTE GIBT ES NICHT
 
Österreich entwickelt sich, wie auch die anderen westlichen Industriestaaten, zunehmend zu einem Einwanderungsland. In Österreich betrug der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung 2006 rund 10 Prozent. In der Altersgruppe von 0 bis 15 Jahren waren es 2006 rund 1,6 Prozent.

Die Kinder und Jugendlichen aus zugewanderten Familien kommen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Das bedeutet für das alltägliche Miteinander – ob in Schulen, Sportvereinen oder in anderen Einrichtungen –, dass unterschiedliche Alltagserfahrungen, religiöse und weltanschauliche Orientierungen, Sprachkompetenzen und soziale Einbindungen aufeinandertreffen.

Öfter kann es da bei Trainern oder Lehrkräften zu Irritationen kommen, zum Beispiel wenn die Kinder untereinander in ihrer Muttersprache reden. „Mich ärgerte es am Anfang, wenn die türkischen Kinder untereinander immer Türkisch redeten. Bis mir eines von ihnen sagte, dass sie die Anweisungen nicht immer verstehen und sich dann gegenseitig beim Übersetzen helfen würden“, berichtet ein Kinderfußballtrainer.

Die Schwierigkeit im Umgang mit kulturellen Differenzen kommt auch bei einer Lehrerin zum Ausdruck, die sagt: „Ich möchte aber auch nicht, dass diese Kinder durch gesonderte Behandlung als etwas Besonderes hervorgehoben und dadurch vielleicht erst recht ausgegrenzt werden.“ Das Patentrezept, positiv mit „Fremdheit“ und „Fremden“ umzugehen, gibt es nicht.

Unterschiedliche, auf die konkreten Gegebenheiten abgestimmte Lösungsansätze müssen gefunden werden. Zum Beispiel können Jugendliche mit Migrationshintergrund als Sporthelfer/innen ausgebildet werden. Das bringt Anerkennung und hat Vorbildcharakter für andere. Auch im Vereinssport sind neue und flexible Herangehensweisen gefragt. Eine Leichtathletiktrainerin geht beispielsweise mit der Leistungseinbuße ihrer muslimischen Sportlerin während der Zeit des Ramadans, der Fastenzeit, so um, dass sie das Lauftraining von dem Mädchen mit dem Fahrrad begleiten lässt: „Ich weiß, dass Leyla in dieser Zeit nicht die sonstige Leistung erbringen kann. Aber warum soll sie deswegen gleich vom Training ausgeschlossen werden? Ich übergebe Leyla beim Dauerlauf meine Rolle als Trainerin. Sie gibt uns Zwischenzeiten durch und bestimmt die Laufroute so, dass sie uns mit dem Fahrrad begleiten kann.“

Erfolgreiche Integrationsarbeit bedeutet eben auch, neue Wege zu gehen und Kompromisse zu finden, die dabei helfen, dass „Fremdheit“ und Andersartigkeit nicht als Belastung wahrgenommen werden. So können alle Beteiligten neue Lernerfahrungen gewinnen und gegenseitig voneinander profitieren.


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"WIR SIND DIE DREI MUSKETIERE“
  Simon (15), Karim (16) und Noureddin (15) gehen zusammen in die 10. Klasse einer Berliner Gesamtschule. Fast jeden Tag treffen sich die Freunde nach der Schule, um gemeinsam Basketball oder Fußball zu spielen. weiter
DER WETTBEWERB
Zu gewinnen:
40 Reisen nach Berlin
und 5 x 500 Euro!
Gesucht sind Ideen, innovative Konzepte und Sportprojekte, die
helfen, das Miteinander von Kindern und Jugendlichen aus einheimischen und zugewanderten Familien zu fördern
die positiv in das nachbarschaftliche Umfeld bzw.. den Stadtteil hineinwirken
Lehrkräften und Betreuern als Anregung zur Nachahmung dienen
Einsendeschluss:
15. Oktober 2007